Durchfluss-Verifikation FSA130
Die Durchfluss-Verifikation FSA130 ist der Lizenzschlüssel für das Verifikationswerkzeug von Yokogawa. Es prüft magnetisch-induktive Durchflussmesser ADMAG TI AXG und AXW, die Reihe CA und Vortex-Durchflussmesser VY mit HART. Das Ergebnis hält es in einem Prüfbericht fest.

Iwan Hinder
Messen, Steuern, Regeln / Heizsysteme Kompensatoren/Filter
Durchflussmesser prüfen, ohne sie aus der Leitung zu nehmen
Ein magnetisch-induktiver Durchflussmesser misst nicht mehr richtig, wenn Magnet-, Erreger- oder Rechenkreis ausfallen oder die Isolation von Spule und Elektroden nachlässt. Beim Vortex-Durchflussmesser sind es Fehler in Sensor- und Signalverarbeitung, ein gealterter Sensor oder Ablagerungen am Staukörper.
Das Verifikationswerkzeug ist eine Prüfsoftware im Geräte-DTM, die diese Punkte am eingebauten Gerät kontrolliert. Der Lizenzschlüssel FSA130 schaltet sie frei.
Jeder Prüfpunkt und ein Gesamturteil „Passed“ oder „Failed“ stehen im Prüfbericht. Damit planst du die Wartung auf Basis eines dokumentierten Gerätezustands.
FSA130: Standard- und erweiterte Verifikation
Die Verifikation läuft in zwei Stufen: Die Standardverifikation prüft das eingebaute Gerät, die erweiterte Verifikation zusätzlich Ein- und Ausgänge mit externen Prüfgeräten. Für Vortex-Durchflussmesser VY gibt es ausserdem Funktionen für die Fernwartung.
| Prüfstufe | Magnetisch-induktiv AXG, AXW, CA | Vortex VY | Einbauzustand | Zusatzgeräte |
|---|---|---|---|---|
| Standardverifikation | Magnet-, Erreger- und Rechenkreis, Alarme und Alarmhistorie, Signal- und Erregerkabel, Anzeige, Sichtprüfung | Sensor-, Signalverarbeitungs- und Rechenkreis, Alarme und Alarmhistorie, Anzeige, Sichtprüfung | eingebaut, Leitung mit Medium gefüllt | keine |
| Erweiterte Verifikation | Analog- und Impulsausgang, Analogeingang, Messumformer, Isolationswiderstand von Spule und Elektroden | Analog-, Impuls- und Statusausgang, Analogeingang | MID ausgebaut; VY – | CA500 oder gleichwertig; bei MID zusätzlich AM012 und MY600 oder gleichwertig |
| Fernwartung (nur VY) | – | aufbereitetes Wirbelsignal, Frequenzanalyse, Trend der Staukörper-Empfindlichkeit | – | keine |
Verifikation magnetisch-induktiver Durchflussmesser ADMAG TI und CA
Die Verifikation für magnetisch-induktive Durchflussmesser ist eine Funktion im DTM der Geräte AXG, AXW und CA mit HART. Sie gilt für Kompaktgeräte und für getrennte Ausführungen mit den Messumformern AXG4A, AXW4A oder AXG1A.
Wähle die Standardverifikation für die regelmässige Kontrolle im Betrieb. Die erweiterte Verifikation nutzt du, wenn das Gerät ausgebaut ist, etwa für die Messumformerprüfung mit dem Signalkalibrator AM012.
| Geräte | ADMAG TI AXG und AXW sowie CA als Kompaktgerät mit HART; getrennt: AXG-Aufnehmer mit AXG4A oder AXG1A, AXW-Aufnehmer mit AXW4A oder AXG1A |
| Standardverifikation | Magnet-, Erreger- und Rechenkreis; Alarme und Alarmhistorie; Signal- und Erregerkabel; Anzeige; Sichtprüfung von Aufnehmer und Messumformer |
| Erweiterte Verifikation | Analog- und Impulsausgang, Analogeingang (CA500), Messumformer (AM012), Isolationswiderstand von Spule und Elektroden (MY600) |
| Einschränkungen | Messumformer- und Isolationsprüfung nicht bei Kompaktgeräten AXG und AXW; bei CA ohne Kabel-, Analogeingangs-, Messumformer- und Isolationsprüfung |
| Software | FieldMate ab R3.04.20, Gerätedateien ab R3.09.22 |
Datenblatt Verifikationswerkzeug FSA130 · Anleitung Verifikation magnetisch-induktiver Durchflussmesser (AXG, AXW, CA)
Verifikation von Vortex-Durchflussmessern VY
Die Verifikation für Vortex-Durchflussmesser ist eine Funktion im DTM der Reihe VY mit HART, für Kompaktgeräte und getrennte Aufnehmer mit dem Messumformer VY4A. Die Standardverifikation prüft den Sensor im Staukörper sowie Sensor-, Signalverarbeitungs- und Rechenkreis.
Wähle zusätzlich die Fernwartung, wenn du den Zustand des Staukörpers über die Zeit verfolgen willst. Sie zeigt das aufbereitete Wirbelsignal, eine Frequenzanalyse und den Trend der Sensorempfindlichkeit mit Prognose.
| Geräte | VY als Kompaktgerät mit HART; getrennter VY-Aufnehmer mit Messumformer VY4A und HART |
| Standardverifikation | Sensor-, Signalverarbeitungs- und Rechenkreis; Alarme und Alarmhistorie; Anzeige; Sichtprüfung |
| Erweiterte Verifikation | Analog-, Impuls- und Statusausgang, Analogeingang mit CA500 oder gleichwertigem Gerät |
| Fernwartung | Wirbelsignal nach der Signalverarbeitung, Frequenzanalyse, Trend der Staukörper-Empfindlichkeit mit Prognose |
| Bericht | Druck oder PDF, Papierformat A4 oder Letter |
| Software | FieldMate ab R3.04.20, Gerätedateien ab R3.09.22 |
Datenblatt Verifikationswerkzeug FSA130 · Anleitung Verifikation Vortex-Durchflussmesser VY
So läuft eine Verifikation mit FieldMate ab
Das Verifikationswerkzeug ist Teil des Geräte-DTM und läuft in FieldMate, verbunden über das USB FieldMate Modem mit dem Durchflussmesser. Du startest es im Segment Viewer oder im Device Navigator von FieldMate.
Danach führt dich das Werkzeug durch die Prüfpunkte. Einige erledigt es selbst über die Geräteparameter, andere wie die Sichtprüfung bestätigst du von Hand.
Vor der Prüfung: Regelkreis, Schreibschutz und Benutzerrechte
Vor jeder Verifikation sind laut Anleitung einige Schritte nötig:
- Regelkreis auf Handbetrieb: Den Regelkreis stellst du im Leitsystem auf Hand, bevor du das Werkzeug startest.
- Schreibschutz aus: Einen eingeschalteten Hardware-Schreibschutz am Gerät schaltest du vorher aus. Einen Software-Schreibschutz hebst du während der Prüfung mit dem Passwort auf; er schaltet sich innerhalb von 10 Minuten nach der Prüfung wieder ein.
- Benutzerrolle beim VY: Beim VY stellst du die Bedienberechtigung auf „Specialist“. Ohne die passende PIN bricht das Werkzeug den Start ab.
- Ruhezustand am PC aus: Der automatische Ruhezustand des PCs muss ausgeschaltet sein, damit die Verbindung während der Prüfung bestehen bleibt.
FSA130, AXF Verification Tool oder Signalkalibrator AM012?
Die FSA130 ist das Verifikationswerkzeug für die Reihen ADMAG TI, CA und VY. Für magnetisch-induktive Durchflussmesser der Reihe AXF gibt es das AXF Verification Tool als Option /VF zu FieldMate.
Der Signalkalibrator AM012 ist ein Prüfgerät: Er gibt dem Messumformer ein Durchflusssignal vor und wird für die erweiterte Verifikation gebraucht. Den FlowNavigator FSA120 nutzt du dagegen zum Konfigurieren, nicht zum Prüfen.
Welche Prüfmittel zu deinen Durchflussmessern passen, klären wir bei HENNLICH gerne mit dir.
Vorteile der Durchfluss-Verifikation FSA130
Die Verifikation macht den Zustand eines Durchflussmessers sichtbar, ohne die Anlage zu öffnen – das bringt es dir:
- Prüfen ohne Ausbau: Für die Standardverifikation bleibt das Gerät eingebaut und die Leitung gefüllt. Ausbauen musst du nur für die erweiterte Prüfung am magnetisch-induktiven Durchflussmesser.
- Klares Ergebnis für die Wartungsplanung: Das Gesamturteil zeigt auf einen Blick, ob ein Gerät in Ordnung ist. So entscheidest du fundiert, ob ein Ausbau nötig wird.
- Ein Werkzeug für zwei Messprinzipien: Magnetisch-induktive und Vortex-Durchflussmesser prüfst du mit der FSA130 in derselben Software. Das vereinfacht Schulung und Ablauf im Serviceteam.
- Zustand des Vortex-Sensors im Blick: Der Trend der Staukörper-Empfindlichkeit zeigt, wie sich der Sensor verändert. Das unterstützt eine zustandsorientierte Wartung.
Anwendungen: wo die Verifikation eingesetzt wird
Die Verifikation passt überall dort, wo Durchflussmesser im Betrieb regelmässig geprüft werden – typische Einsätze nach Branche:
- Wasser und Abwasser: Magnetisch-induktive Durchflussmesser AXW in Zu- und Abläufen und grossen Leitungen prüfst du, ohne die Leitung zu entleeren. Der Bericht geht in die Anlagendokumentation.
- Lebensmittel und Getränke: Messstellen mit ADMAG AXG in Abfüll- und Dosierleitungen prüfst du zwischen zwei Produktionsläufen. Der Bericht dokumentiert den Zustand für das Qualitätswesen.
- Chemie und Pharma: Wo Durchflussmessungen in der Qualitätsdokumentation erscheinen, belegt der Bericht jede Prüfung mit Datum und Ergebnis.
- Energie und Fernwärme: Vortex-Durchflussmesser VY auf Dampf- und Heisswasserleitungen prüfst du im Betrieb. Die Fernwartung zeigt, wie sich das Wirbelsignal über die Zeit entwickelt.
- Instandhaltung: Serviceteams prüfen viele Durchflussmesser mit einem Notebook und erstellen die Berichte direkt an der Messstelle.
HENNLICH – dein Partner für die Verifikation von Durchflussmessern in der Schweiz
Ob bestehende Durchflussmesser oder neue Messstellen: Wir stellen FSA130, FieldMate und Modem passend zu deinen Geräten zusammen.
Lizenz, Modem und den Signalkalibrator für die erweiterte Prüfung bekommst du bei uns aus einer Hand. Für Fragen zur Verifikation hast du einen festen Ansprechpartner.
Die HENNLICH Schweiz GmbH ist spezialisierter Lieferant von Prüfwerkzeugen für Durchflussmesser für den Schweizer Industriemarkt. Seit über 100 Jahren auf Industriekomponenten spezialisiert, liefern wir als Teil der europäischen HENNLICH Gruppe in die ganze Schweiz. Das USB FieldMate Modem ist CE-konform nach EN 61326-1, und für Druckmessumformer ergänzt der Druckkalibrator CA700 deine Prüfmittel.
Schick uns eine Liste deiner Durchflussmesser mit Typenschildfoto oder Bestellcode. Du erhältst innerhalb von 1–2 Arbeitstagen eine Auswahl, welche Geräte du mit der FSA130 prüfen kannst.
DEIN.MEHRWERT.




Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Nein. Für das Gesamturteil „Passed“ oder „Failed“ ist immer eine Standardverifikation nötig. Die erweiterte Verifikation ergänzt sie um Ein- und Ausgänge, geprüft mit dem CA500 oder einem gleichwertigen Gerät. Beim magnetisch-induktiven Durchflussmesser kommen Messumformer und Isolation dazu; dafür baust du ihn aus und nutzt AM012 und MY600.
Das Datenblatt nennt ADMAG TI AXG und AXW, die Reihe CA und Vortex-Durchflussmesser VY, jeweils mit HART. Ausführungen mit FOUNDATION Fieldbus oder PROFIBUS führt es nicht auf, Coriolis-Durchflussmesser ROTAMASS ebenfalls nicht. Für AXF mit HART gibt es das AXF Verification Tool als Option /VF zu FieldMate
Du brauchst einen PC mit FieldMate ab R3.04.20 und Gerätedateien ab R3.09.22, das USB FieldMate Modem und für den Bericht einen Drucker. Das Modem bestellst du mit der Option /B direkt zur FSA130. Für die erweiterte Verifikation kommen AM012, ein Prozesskalibrator CA500 und ein Isolationsmessgerät MY600 oder gleichwertige Geräte dazu.
Das Werkzeug steckt im DTM des Durchflussmessers. Fehlt dieser DTM in deinen FieldMate-Gerätedateien, lädst du ihn in der Software-Bibliothek von Yokogawa unter den HART-DTMs herunter. Die Software-Lizenznummer steht auf dem Lizenzblatt der FSA130. Du gibst sie beim ersten Start der Verifikation in FieldMate ein.
Ja. Laut Anleitung können bei magnetisch-induktiven Durchflussmessern ein sehr kleiner Durchfluss, Schlamm als Medium und Streuströme die Verifikation verfälschen. Bricht die Verbindung zwischen PC und Gerät ab, etwa durch ein gelöstes Kabel oder einen Stromausfall, folgst du den Schritten für den unerwarteten Abbruch in der Anleitung.
Die Ergebnisse speicherst du in der FieldMate-Datenbank oder als Datei im Format „dns“. Abgeschlossene Prüfungen sperrst du, damit sie nicht mehr verändert werden. Den Bericht druckst du aus, beim VY auch als PDF. Frühere Ergebnisse lädst du bei der nächsten Prüfung wieder und vergleichst sie.
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Datenblätter
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