Temperatur für die Industrie
Das HENNLICH-Sortiment für die Temperaturmessung umfasst Thermometer, Temperaturschalter und Temperatursensoren für Maschinen und Anlagen sowie die Klima- und Kältetechnik.

Iwan Hinder
Messen, Steuern, Regeln / Heizsysteme Kompensatoren/FilterWelches Produkt passt? Temperaturmessgeräte nach Messaufgabe
Die Messaufgabe ist das erste Auswahlkriterium – entscheidend ist, was mit dem Messwert geschehen soll.
- Vor Ort ablesen: Ein Thermometer zeigt die Temperatur mechanisch und ohne Strom an.
- Bei einem Grenzwert schalten: Ein Temperaturschalter öffnet oder schliesst bei einer eingestellten Temperatur einen Kontakt.
- An die Steuerung melden: Ein Temperatursensor liefert ein elektrisches Signal für Steuerung (SPS), Regler oder Anzeige.
- Prozessanlage oder lange Strecke: Brauchst du HART, Ex-Schutz oder SIL für ein Prozessleitsystem oder ein Temperaturprofil entlang einer Strecke? Dann wähle auf der Seite „Temperaturmessung“ (Navigationspfad oben) „Temperatur für Prozessanlagen“ oder „Faseroptische Messung“.
Temperaturschalter: Grenzwerte in Behältern und Rohrleitungen überwachen
Temperaturschalter sind Grenzwertschalter für Behälter, Rohrleitungen und Prozesse – über- oder unterschreitet die Temperatur den Schaltpunkt, öffnen oder schliessen sie einen Kontakt. So lässt sich eine Heizung abschalten, eine Kühlung zuschalten oder ein Alarm auslösen, bevor eine Anlage überhitzt oder Frostschäden entstehen.
- Mechanische Temperaturschalter arbeiten häufig mit einem Fühler, der über eine Kapillarleitung mit dem Schaltwerk verbunden ist. Zum Schalten brauchen sie keine eigene Stromversorgung.
- Elektronische Temperaturschalter messen mit einem eingebauten Sensor und schalten an einstellbaren Schaltpunkten. Je nach Ausführung zeigen sie die Temperatur zusätzlich digital an.
Je nach Modell sind verschiedene Anschlüsse und Einstellbereiche verfügbar.

Thermometer: Bimetall- und Gasdruckthermometer für die Anzeige vor Ort
Ein Zeigerthermometer ist ein mechanisches Thermometer – es zeigt die Temperatur direkt an der Messstelle an, ohne Strom und ohne Verkabelung. Es eignet sich für Rohrleitungen, Behälter und Messstellen, die beim Kontrollgang abgelesen werden.
• Bimetallthermometer aus Stahl sind die einfache Standardausführung mit schnell reagierender Bimetallwendel, Genauigkeitsklasse 2 und Sichtscheibe aus Kunststoff.
• Bimetallthermometer aus Edelstahl gibt es als Edelstahl- und Industrieausführungen mit Genauigkeitsklasse 1 und Instrumentenflachglas, je nach Ausführung bis Schutzart IP 65.
• Gasdruckthermometer aus Edelstahl haben die Genauigkeitsklasse 1 und sind auch mit Fernleitung (Kapillarleitung) erhältlich. Dann sitzt der Fühler in der Messstelle und die Anzeige dort, wo sie gut abzulesen ist.
Die Genauigkeitsklasse gibt die zulässige Abweichung an: Je kleiner die Zahl, desto genauer das Thermometer. Das Sortiment umfasst die Nenngrössen (Gehäusedurchmesser) 63, 100 und 160 mm und Anzeigebereiche zwischen –20 und 400 °C, mit verschiedenen Einbaulängen.
Angeschlossen wird je nach Ausführung unten oder hinten, zum Beispiel mit Gewinde G 1/2.
Temperatursensoren: Widerstandsthermometer und Thermoelemente
Temperatursensoren, oft auch Temperaturfühler genannt, sind Messelemente direkt im Prozess – sie wandeln die Temperatur in eine elektrische Grösse für Steuerung, Regler oder Messumformer um. Eingesetzt werden sie zum Beispiel in der Fahrzeugentwicklung, in der Glas- und Stahlindustrie, im Ofenbau und in der Wärmebehandlung.
• Widerstandsthermometer: Widerstandsthermometer messen über einen temperaturabhängigen Widerstand, meist aus Platin; weit verbreitet ist der Pt100 mit 100 Ohm bei 0 °C. Für genaue Messungen sind sie die erste Wahl.
• Thermoelemente: In Thermoelementen erzeugen zwei verschiedene, miteinander verbundene Metalle eine temperaturabhängige Spannung. Thermoelemente eignen sich für hohe Temperaturen.
• Mantel-Thermoelemente: Bei Mantel-Thermoelementen steckt das Thermoelement in einem dünnen, mineralisolierten Metallmantel. Es lässt sich biegen und so auch an engen oder schwer zugänglichen Messstellen einbauen.
• Thermoleitungen: Thermoleitungen verbinden das Thermoelement mit Messumformer, Regler oder Steuerung. Die Leitung muss zum Typ des Thermoelements passen, sonst entsteht an den Klemmstellen ein Messfehler.
• Zubehör: Zum Zubehör gehören Teile für Einbau und Anschluss der Sensoren.
Thermometer, Temperaturschalter und Temperatursensoren von HENNLICH
Die Hennlich Schweiz GmbH ist spezialisierter Lieferant von Thermometern, Temperaturschaltern und Temperatursensoren für den Schweizer Industriemarkt. Zu Widerstandsthermometern und Thermoelementen berät dich dein Ansprechpartner persönlich.
Beratung zu Thermometern, Temperaturschaltern und Temperatursensoren
Ob du ein Thermometer ersetzt oder eine neue Anlage ausrüstest: Wir finden mit dir Messbereich, Einbaulänge, Anschluss und Werkstoff.
Dein Ansprechpartner für Messen, Steuern und Regeln bei der Hennlich Schweiz GmbH berät dich persönlich. Ruf an oder schreib eine E-Mail.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das hängt davon ab, was mit dem Messwert geschehen soll. Soll er nur vor Ort abgelesen werden, genügt ein Thermometer – es braucht keinen Strom. Soll bei einer bestimmten Temperatur etwas ein- oder ausgeschaltet werden, ist ein Temperaturschalter richtig. Soll der Wert an eine Steuerung, einen Regler oder eine Anzeige gehen, brauchst du einen Temperatursensor, also ein Widerstandsthermometer oder ein Thermoelement.
Ein Pt100 ist ein Messwiderstand aus Platin mit 100 Ohm bei 0 °C; mit steigender Temperatur steigt sein Widerstand. Widerstandsthermometer wie der Pt100 eignen sich, wenn es auf Genauigkeit ankommt. Ein Thermoelement besteht aus zwei verschiedenen, miteinander verbundenen Metallen und erzeugt selbst eine kleine, temperaturabhängige Spannung. Es ist robust und eignet sich für hohe Temperaturen, etwa im Ofenbau und in der Wärmebehandlung.
Im Bimetallthermometer verdreht sich bei Erwärmung eine Bimetallwendel und bewegt den Zeiger. Das ist die einfache, schnell reagierende Bauart für Rohrleitungen und Behälter. Im Gasdruckthermometer ist ein geschlossenes Fühlersystem mit Gas gefüllt: Steigt die Temperatur, steigt der Gasdruck, und eine Rohrfeder im Gehäuse setzt den Druck in die Zeigerbewegung um. Mit Fernleitung lässt sich die Anzeige dort montieren, wo man sie gut ablesen kann, auch wenn der Fühler an einer schwer zugänglichen Stelle sitzt. Die Gasdruckthermometer im Sortiment sind aus Edelstahl und haben die Genauigkeitsklasse 1.
Im Sortiment sind Zeigerthermometer mit den Nenngrössen (Gehäusedurchmesser) 63, 100 und 160 mm und Anzeigebereichen zwischen –20 und 400 °C, zum Beispiel 0 bis 120 °C. Die Standardausführung aus Stahl hat die Genauigkeitsklasse 2 und eine Sichtscheibe aus Kunststoff, die Ausführungen aus Edelstahl haben die Klasse 1 und Instrumentenflachglas. Die Schutzarten reichen von IP 41 (Standardausführung aus Stahl) bis IP 65 (staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt); Einbaulängen und Anschlüsse gibt es je nach Ausführung in mehreren Varianten.
Ein Schutzrohr, auch Tauchhülse genannt, bleibt fest in der Rohrleitung oder im Behälter. Das Thermometer oder der Sensor steckt darin und kommt mit dem Medium nicht in Berührung. So ist das Messgerät vor Druck, Strömung und aggressiven Medien geschützt und lässt sich wechseln, ohne die Anlage zu entleeren. Welches Schutzrohr zu deiner Messstelle passt, sagt dir dein Ansprechpartner.
Die Hennlich Schweiz GmbH berät dich zu Thermometern, Temperaturschaltern und Temperatursensoren. Dein Ansprechpartner für Messen, Steuern und Regeln hilft bei Messbereich, Einbaulänge, Anschluss und Werkstoff – und bei der Frage, ob deine Messstelle ein Industriegerät oder einen Temperaturmessumformer für Prozessanlagen braucht.
Hast du Fragen? Wir sind gerne für dich da!

Iwan Hinder
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